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Antigen-Test & Schnelltest für den Laien //

Antigen-Test

Impfstoffart: Dieses Testverfahren weist die Eiweiße des Virus nach, dafür wird meist ähnlich wie beim PCR-Test ein tiefer Nasen- oder Rachenabstrich gemacht, wofür medizinisch geschultes Personal notwendig ist. Die Auswertung erfolgt im Gegensatz zu den PCR-Tests aber direkt vor Ort. Allerdings sind Antigen-Tests nicht so genau wie PCR-Tests. Trotz eines negativen Ergebnisses kann man also infiziert sein und sollte daher nicht auf Schutzmaßnahmen wie Abstandhalten und Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verzichten. Insbesondere zu Beginn einer Erkrankung wenn noch wenig Virus im Abstrich vorhanden sein könnte, könnte es zu falsch-negativen Ergebnissen kommen. Ein positives Ergebnis, also der Nachweis von Virusmaterial im Test, muss duch einen klassischen PCR-Test bestätigt werden.

Für wen eignet sich der Antigent-Test?: Antigen-Tests sind vor allem sinnvoll, um schnell eine zusätzliche Aussage zu gewinnen, ob eine Infektion vorliegen könnte oder nicht, beispielsweise vor dem Besuch eines Angehörigen in einer Pflegeeinrichtung. Das Ergebnis liegt meist innerhalb von 30 Minuten vor.

 

Schnelltest für den Laien

Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen Antigen-Test. Mit der Besonderheit, dass die Probengewinnung selbst vorgenommen werden kann, daher auch Corona-Selbsttest genannt. Dafür müssen die Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein. Der Test kann zum Beispiel mit einem Nasenabstrich erfolgen. Viele weitere Selbsttests werden zurzeit geprüft und einige weitere werden in den nächsten Wochen wahrscheinlich eine Zulassung erhalten. Auch im Gespräch sind Gurgel- oder Spucktests.

Hier gilt ebenfalls: Ein negatives Testergebnis bedeutet nicht, dass man nicht infiziert sein kann. Bei einem positiven Test sollte man sich sofort selbst isolieren und Kontakt zum zuständigen Gesundheitsamt aufnehmen, da ein PCR-Test zur Abklärung notwendig ist.

Die Selbsttests haben gegenüber den PCR-Tests eine höhere Fehlerrate. Wichtig ist, dass eine korrekte Probenentnahme nach Anleitung durchgeführt wird, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen.

WICHTIG:
  • Beim Virusnachweis handelt es sich um eine Momentaufnahme. Ein negativer Test bedeutet nicht immer, dass man nicht mir dem Virus infiziert ist.
  • Entscheidend für einen aussagekräftigen Test ist die korrekte Probenentnahme. Bitte beachten Sie bei Corona-Selbsttests die Gebrauchsanweisung
  • Begeben Sie sich bei positivem Testergebnis unverzüglich in Isolation und informieren Sie das zuständige Gesundheitsamt über das positive Testergebnis.

Die Corona-Impfstoffe im Überblick //

AstraZeneca, BionTech und Moderna − hier finden Sie auf einen Blick wichtige Kurzinformatinen zu Impfstoffart, Anwendung, Impfreaktion und Lagerung

AstraZeneca

Impfstoffart: Bei diesem Impfstoff handelt es sich um einen Vektorimpfstoff. Das bedeutet, dass ein Oberflächeneiweiß von SARS-CoV-2 mit einem ungefährlichen Virus (dem transportierenden Vektor) kombiniert wurde. Der Körper beginnt, Antikörper gegen das Oberflächeneiweiß zu produzieren. Das Vektorvirus kann sich nicht im Menschen vermehren und wird im Lauf der Zeit abgebaut.

Gabe: Geimpft wird in einen Muskel, normalerweise in den Oberarm. Um einen ausreichenden Schutz zu bieten, muss die Impfung von AstraZeneca ein zweites Mal im Abstand von zwölf Wochen gegeben werden. Der Impfstoff ist zugelassen für Personen ab 18 Jahren. Seit dem 30.03.2021 empfiehlt die ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts den Impfstoff AstraZeneca nur noch für Menschen ab 60 Jahren.

Wirksamkeit und Nebenwirkungen: In Studien verringerte der AstraZeneca-Impfstoff die Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu erkranken, um rund 80 Prozent. Nach der Impfung berichten viele über leichte Impfreaktionen. Abgeschlagenheit oder Schmerzen an der Einstichstelle kamen beispielsweise bei über der Hälfte der Geimpften vor. Sollten Symptome wie starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Beinschwellungen oder anhaltende Bauchschmerzen innerhalb von Tagen bis Wochen nach der Impfung auftreten, suchen Sie sich sofort ärztliche Hilfe.

 

BionTech

Impfstoffart: Der Impfstoff von BionTech ist ein mRNA-Impfstoff. Die künstliche hergestellte Erbinformation für das Oberflächeneiweiß von SARS-CoV-2 wird nach der Impfung in die Zelle aufgenommen, ohne dabei das körpereigene Erbgut zu verändern. Spezielle Zellen produzieren und präsentieren das ungefährliche Oberflächeneiweiß, sodass Antikörper dagegen gebildet werden. Die künstliche mRNA wird im Lauf der Zeit abgebaut.

Gabe: Geimpft wird in einen Muskel, normalerweise in den Oberarm. Um einen ausreichenden Schutz zu bieten, muss eine zweite Impfung im Abstand von drei bis sechs Wochen erfolgen. Der Impfstoff ist zugelassen für Personen ab 16 Jahren.

Wirksamkeit und Nebenwirkungen: In Studien hatten Menschen, die mit dem BionTech-Impfstoff geimpft wurden, eine etwa 95 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu erkranken. Über Schmerzen an der Einstichstelle klagten über 80 Prozent. Weitere leichte Impfreaktionen wie Kopf- oder Muskelschmerzen traten seltener auf. Zu Fieber kam es eher nach der zweiten Impfung.

Lagerung: Da die künstliche mRNA sehr empfindlich ist, muss der Impfstoff mit großer Sorgfalt behandelt werden. Ungeöffnet hält sich der Impfstoff bei -90 bis -60 Grad sechs Monate, bei 2 bis 8 Grad bis zu fünf Tage.

 

Moderna

Impfstoffart: Der Impfstoff von Moderna ist ebenfalls ein mRNA-Impfstoff. Die künstliche hergestellte Erbinformation für das Oberflächeneiweiß von SARS-CoV-2 wird nach der Impfung in die Zelle aufgenommen, ohne dabei das körpereigene Erbgut zu verändern. Spezielle Zellen produzieren und präsentieren das ungefährliche Oberflächeneiweiß, sodass Antikörper dagegen gebildet werden. Die künstliche mRNA wird im Lauf der Zeit abgebaut.

Gabe: Geimpft wird in einen Muskel, normalerweise in den Oberarm. Um einen ausreichenden Schutz zu bieten, muss eine zweite Impfung im Abstand von drei bis sechs Wochen erfolgen. Der Impfstoff ist zugelassen für Personen ab 18 Jahren.

Wirksamkeit und Nebenwirkungen: In Studien verringerte der Moderna-Impfstoff die Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu erkranken, um 95 Prozent. Über Schmerzen an der Einstichstelle klagten die meisten Geimpften, daneben traten weitere leichte Impfreaktionen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder Übelkeit auf. Fieber war häufiger nach der zweiten als nach der ersten Impfung.

Lagerung: Der mRNA-Impfstoff mus ständig gekühlt bei -25 bis -15 Grad Celsius aufbewahrt werden. Ungeöffnet ist er sieben Monate haltbar. Die Lagerung ist im Kühlschrank bei 2 bis 8 Grad Celsius für maximal 30 Tage möglich.

Wichtige Tipps zur Impfung //

  • Die Corona-Schutzimpfung ist für alle Menschen freiwillig und kostenfrei.
  • Auch für die Impfungen in den Arztpraxen gilt die Reihenfolge gemäß der Impfverordnung als Grundlage.
  • Für die Impfungen von Kindern und Schwangeren mit den vorgestellten Impfstoffen gibt es noch keine ausreichenden Daten, daher gibt es noch keine Zulassung der Impfstoffe für diese Personengruppen.
  • Am Impftermin sollten Sie gesund sein. Haben Sie Anzeichen eines Infekts, kontaktieren Sie Ihre Hausarztpraxis oder das Impfzentrum telefonisch und erkundigen Sie sich, ob eine Impfung trotzdem möglich ist oder ob der Termin verschoben werden muss.
  • Sprechen Sie bei Bedenken oder Fragen zur Impfung mit Ihrer Hausarztpraxis oder Ihrem Impfzentrum vor Ort.
  • Nach der Impfung sollten Sie sich schonen und dem Körper Zeit geben, den Impfstoff zu verarbeiten.
  • Wenn Sie leichte Reaktionen wie Fieber oder Gliederschmerzen nach der Impfung mit frei verkäuflichen Präperaten bekämpfen wollen, halten Sie vorab Rücksprache mit Ihrer Hausarztparxis oder Apotheke.
  • Sollten Sie stärkere Impfreaktionen bei sich bemerken, suchen Sie sich ärztlichen Rat.
  • Das Paul-Ehrlich-Institut hat die kostenlose App „SafeVac 2.0“ entwickelt. In dieser können Sie die Verträglichkeit Ihrer Impfung vermerken. Die App finden Sie in den gängigen App-Stores.
  • Alle Impfstoffe sind vor ihrer Zulassung vom Paul-Ehrlich-Institut auf Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit geprüft worden.
In unserer Apotheke können Sie sich kostenlos testen lassen. Wir bitten um telefonische Anmeldung. Nach telefonischer Vereinbarung bieten wir Ihnen am Montag, Mittwochvormittag und Freitag  die kostenfreie Bürgertestung an.

Ihr Team der Löwen Apotheke

Ulrike Menzel
Fachapothekerin für
„Homöopathie und Naturheilkunde“

Quelle: Wort & Bild Verlag / Stand: 1. April 2021